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Appelbeck

Appelbeck ist ein Teil der Gemeinde Moisburg. Der Name Appelbeck ist abgeleitet vom Appeler Bach, der von Appel kommend die Teiche durchfließt, so auch den Appelbecker Mühlenteich, und dann in die Este mündet.

In Appelbeck stand wahrscheinlich schon im 13. Jahrhundert eine Mühle.

Diesmal entstand die Appelbecker Mühle aber nicht als Kornmühle, sondern als Papiermühle. Denn Korn sollte weiter in die erst 1568 neu erbauten Moisburger Mühle gemahlen werden.

Mit der Einrichtung der Appelbecker Papiermühle entstand auch der Teich in seiner jetzigen Größe.

In der Zeit von 1623 bis 1856 stellten insgesamt zwölf Generationen Papiermachermeister mit ihren Gesellen und Gehilfen in Appelbeck von Hand Papier her. Nach dem Brand von 1856 entstand eine Kornmühle und wenige Jahre später im Anbau eine Holzsägerei.

Zur „Mühle“ gehörte eine Landwirtschaft mit Hof.

1927 wurde eine halbjährliche Konzession zum Betreiben einer Gastwirtschaft beantragt. In den Sommermonaten wurde dazu im Wohnhaus eine Gaststube eingerichtet. In den 1930er Jahren war die Podendorfer und Appelbecker Jagd an Hamburger Ärzte und Geschäftsleute verpachtet. Sie waren an den Wochenenden häufig zu Gast.

1936 kam es schließlich zum Anbau des Saales, und das Geschäft florierte.

Am 21. April 1954 brannte aber das Wohnund Gasthaus bis auf die Grundmauern nieder. Nur die Mühle blieb stehen. Um zumindest eine kleine Gastwirtschaft weiterführen zu können, der Neuaufbau verzögerte sich und wurde erst Pfingsten 1955 fertig, wurde die Kornmühle mit Sägerei geschlossen. Aus der Mühle entstand eine Gastwirtschaft,

die heute noch manchmal geöffnet ist. Auf den Grundmauern des Wohn- und Gasthauses baute man den Hof Appelbeck, heute ein bekanntes Ausflugslokal mit Restaurant, Ausstellungsräumen und viel Natur „um rüm“, wie man auf Plattdeutsch sagen würde.

Der Hof Appelbeck ist heute ein weithin bekanntes Ausflugslokal mit sehr schönen Wanderwegen. Im Restaurant werden einheimische Spezialitäten, unter anderem Fische aus den eigenen Teichen, angeboten.

 

Appelbeck besteht nicht nur aus dem Gasthof. Vornehmlich im, aber auch schon vor und nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden etliche Häuser. Zum Teil waren diese Häuser zuerst als Notquartiere für ausgebombte Hamburger angelegt, sie dienten aber nach dem Krieg auch zur Unterbringung der vielen Wohnungssuchenden aus dem Osten.